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Rückblick: push.conference 2014

Andreas

Andreas |

15. Okt. 2014 |

- min Lesezeit

Die Münchner push.conference verspricht alljährlich nicht weniger, als die Verbindung von Creative Coding und User Experience. Eine inspirierende Konferenz für Designer, Entwickler und UX'ler gleichzeitig - und übertraf auch 2014 wieder alle Erwartungen.

Die ehrwürdige Alte Kongresshalle diente auch dieses Jahr wieder als Location für die rund 400 Teilnehmer. Die thematische Bandbreite ließ erneut keine Wünsche offen: von maßgeschneiderten UI-Animationen, über die neuesten Virtual-Reality-Entwicklungen bei Mozilla, bis hin zu den spannenden Konsequenzen, eine Website über das chinesische Machtgeflecht zu entwickeln.

Day 1 - Licht und Kaffee

Der Freitag Morgen begann direkt mit einem Paradebeispiel an use-case-orientierter Produktentwicklung. Toby Sterrett präsentierte die Online Banking App Simple. Eigentlich ein mehr als dröges Thema – insbesondere wenn man an das Banking-Angebot der eigenen Hausbank denkt. Das Entwicklungsteam durfte jedoch dankenswerterweiße vollständig auf bestehende Banking-Frameworks verzichten.


Build for the way people think, not the way banking actually works.

Toby Sterrett


Das Resultat sind z.B. die um zusätzliche Informationen angereicherten Transaktionen. So werden Abbuchungen u.a. um Geo-Informationen angereichert, z.B. bei welchem Restaurant eine Bezahlung erfolgte. Jede Transaktion kann zudem mit Hash-Tags versehen werden (z.B. #Mittagessen), um dadurch eine monatliche Übersicht der Ausgaben anzufertigen. Ehe der Kellner mit dem Zahlgerät an den Tisch kommt, hat die App bereits das angemessene Trinkgeld kalkuliert. Auch das Thema Rücklagen und monatliche Fixkosten fand Berücksichtigung. Statt dem eigentlichen Guthaben wird zusätzlich der eigentliche zur Verfügung stehende Betrag, also abzüglich der monatlichen Fixkosten und monatlichen Rücklagen (z.B. Betrag x für den nächsten Urlaub sparen), angezeigt.

Lightning Talks - Fake it ‘till you make it

Im kurzweiligen Format der Lightning Talks wurden 10-minütige Kurzvorträge präsentiert. An einem praxisnahes Beispiel präsentierte u.a. Rachel Simpson (Google), mit welchen einfachen Mitteln fesselnde Produktvideos produziert werden können. Benötigt wird kein Hollywood-Equipment wie etwa im Google Glass Video – ausreichend können bereits Standbilder mit packender Story und ansprechender Vertonung sein. Für ein überzeugendes Video sollte das Storyboard folgendes beinhalten:

  • Alltagskontext aufzeigen in dem das Produkt genutzt wird
  • Was sind die nützlichsten Vorteile in diesen Situationen
  • Wie sieht die Interaktion mit anderen Menschen aus
  • Welchen Impact hat das Produkt

Ein weiteres Highlight des ersten Tags war der informative und gleichermaßen unterhaltsame Vortrag von zum Thema “Getting from A to B - The Art of Interpolation”. Mit anschaulichen Beispielen verdeutlichte er, weshalb bei der Wahl einer UI-Animation mehr Hirnschmalz nötig ist, statt blind auf Standard-Animationen zurückzugreifen.


When it feels right, it feels like magic.

Marcus Eckert


Den Abschluss des Tages bildete das Dreiergespann von Google Ventures. Perfekt synchronisiert, präsentierten sie ein Praxisbeispiel (Blue Bottle Coffee) aus einem ihrer Google Design Sprints. Die Methodik ermöglicht das Erstellen und Vertesten eines Prototypen innerhalb von 5 Tagen. DieProduktMacher adaptieren dieses Workshop-Format um die Lean Startup Methodik in ihrem Product Discovery Sprint.

Day 2 - Von Wien nach München

Gregor Hofbauer (Strukt) zeigte die Parallelen zwischen einer Liebes- und einer Kundenbeziehung auf. Rosen oder ein kleines Mockup zum ersten Date? Oder wenn man denkt, dass alles in Harmonie verläuft, poltert das Gegenüber plötzlich mit unerwarteten Forderungen aufs Parkett? Neben einiger amüsanter Vergleiche, wusste vor allem das mitgebrachte Arbeitsbeispiel für den Wiener Flughafen zu überzeugen. Ein interaktives Dashboard, das den Status aller Flugzeuge und Terminals in Echtzeit anzeigt. Auch in seinem Beispiel fanden sich einige UI-Feinheiten (z.B. schwungvoll animierte Verbindungslinien), von deren Nutzen “die Designer” “die Entwickler” zunächst einmal überzeugen mussten - das nötige Augenzwinkern inklusive.

Einen großartigen Einblick in ihr kreatives Schaffen gab Lauren McCarthy. Ihre Präsentation umfasste eine schier unzählbare Ansammlung sozialer Experimente. Z.B. Feedback-Tische, die zunehmend beginnen zu leuchten, wenn die Unterhaltung langweiliger wird. Eine Konversationsbox, die Gesprächsthemen vorschlägt, um die unangenehme Stille zu vermeiden. Ein Facebook Mood Manipulator, der die Meldungen schlecht gelaunter Freunde ausfiltert. Die App INNERACT, mit der man Gleichgesinnte für vermeintlich obskure Wünsche findet (z.B. mal wieder über eine Wiese rollen). Der Vortrag gipfelte in der App Crowdpilot, die andere beim ersten Date mitlauschen lässt und dem Unbeholfenen Tipps fürs bessere Gelingen gibt.

LEAN Coffee Sessions

In den Pausen sorgten die LEAN Coffee Sessions mit Fabrice und Andreas für spannende Diskussionen. Das Format, das Diskussionen strukturiert und kurzweilig hält, fand großen Anklang und sorgte für einigen Gesprächsstoff. Zum Beispiel: Wie integrieren andere Teams ihre Kreativleute in harte Prozesse? Besteht die Zukunft von Apps nur noch aus Games? etc.

Ein weiterer Lightning Talk von Dominikus Baur zeigte, wie eine moderne MVV-App aussehen könnte. Sein Design-Ansatz hinterfragt, ob der geografische Kontext (Nord, Süd, ..) in der Darstellung nötig ist, oder ob eine lineare Darstellung nicht völlig ausreichend ist. Oder warum U-Bahn-Linien nicht ausgeblendet werden, wenn diese zum Zeitpunkt des Abrufs ohnehin nicht fahren.

Für große Unterhaltung sorgte die Präsentation von Ben Fry zum Thema Datenvisualisierung. Eines seiner gezeigten Projekte war die Visualisierung des chinesischen Politik- und Machtgeflechts auf Connected China. Nicht verwunderlich, dass die Zugriffszahlen aus China zunächst explodierten, die Seite kurze Zeit später blockiert wurde und – wenige Wochen später um einige unerwünschte Verbindungen „bereinigt“ als chinesisches Dublikat unter neuer URL im Netz verfügbar war.


Great talk by @ben_fry about making an app ABOUT China, getting blocked IN China and finally copied BY China. #push14 pic.twitter.com/RZjTuurQdp

DieProduktMacher (@ProduktMacher)


Ein großes Lob an die Organisatoren der, die auch dieses Jahr wieder ein extrem starkes Programm zusammenstellen konnten. Wir freuen uns schon auf 2015!


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