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Rückblick: UX Poland 2016

Natalie

Natalie |

25. Apr. 2016 |

- min Lesezeit

Rückblick: UX Poland 2016

Die UX Poland gibt es nun schon seit 7 Jahren und hat sich mit über 350 Teilnehmern zu einer der größeren UX Konferenzen Europas gemausert. Dieses Jahr fand sie vom 11-14 April statt, und alle Vorträge standen unter dem Motto „Responsibility in Design". Viele Gründe sprachen also für uns dafür, dort mal vorbeizuschauen – also machte ich mich auf den Weg nach Warschau.

Der Aufbau der UX Poland

Die UX Poland zeichnet sich durch eine Kombination aus Talks und Pre-Conference Workshops aus. Dazu reisten so einige Experten aus der ganzen Welt an. Als Speakers waren u.a. Kendra Shimmell (Cooper), Jeff Gothelf (Autor „Lean UX”), Lea Simpson (TH_INK) und Wyatt Starosta (Open Table) zu Gast. Die Talks konzentrierten sich auf den Impact von Design auf Mensch, Umwelt und Business. Die Eintagesworkshops waren vollgepackt und intensiv, aber gaben dadurch auch einen tiefen Einblick in die unterschiedlichen Themen. Ich entschied mich für den Workshop “UX Research Dojo”, der interaktiv auf verschiedene Ansätze im UX Research einging.

Jeff Gothelf auf der UX Poland
Jeff Gothelf auf der UX Poland

UX Research Dojo - Der Workshop

So begann für mich der Montag mit einem Workshop von Wyatt Starosta, der sich seit Jahren mit den Methodiken im UX Research auseinander setzt. Auf mitreißende und motivierende Art gab Wyatt einen guten Einblick in die Research Praktiken bei Open Table. Dabei fiel der Blick nicht nur auf die üblichen Tools wie Survey oder Interview, sondern auch auf innovative Methodiken, die Emotionen im Research als zentralen Punkt sehen. Aufbauend auf den emotionalen Status des Nutzers, können dann Produkte und Features (weiter-)entwickelt werden.

Nach einer hands-on Working Session mit sowohl Stakeholder- als auch In-Context Interviews, kam der wohl interessanteste Teil: Wie präsentiert man die Ergebnisse auf eine erlebbare Art den Stakeholdern? Jedes Team hatte die Möglichkeit neue Techniken auszuprobieren und real vor den Stakeholdern der Konferenz zu testen – Rollenspiele, Booklets, ein kleines Museum oder vielleicht sogar als Spiel. Der Phantasie waren keine Grenzen gesetzt – und es zeigte sich, dass die mitreißendsten Präsentationen mit erlebbaren Emotionen die Bleibendsten waren.

Insgesamt ein sehr lohnenswerter Workshop mit vielen Insights und Best Practices zu den UX Research Methoden.

UXResearchDojo auf der UX Poland
UXResearchDojo auf der UX Poland

Responsibility in Design -  Die Talks

Die Talks spiegelten sowohl Nachhaltigkeitsthemen als auch die Auswirkungen von Design und nutzerbezogenem Produktmanagement auf die Gesellschaft wieder. Nicht umsonst war das Thema „Responsibility in Design”.

Herauszuheben ist vor allem der Talk von Kendra Shimmell, die sich mit dem Outsourcen von Aktivitäten durch Apps beschäftigt und anhand einiger „Uber for X” Apps erklärte, dass man zwar das „doing” outsourced, aber die Arbeit sich dadurch nur verlagert. Ist z.B. beim Outsourcen von Lebensmittelkäufen eine Zutat nicht erhältlich, muss man sich dennoch überlegen, welche Alternative man kaufen möchte.

Outsourcing the doing does not mean outsourcing the work. Viele andere Talks beschäftigten sich mit noUI Produkten und zeigten eine große Bandbreite von guten, sowie schlechten Beispielen aus der Welt des Internet of Things. Faszinierend sind z.B. Eiswürfel, die Alarm schlagen, wenn sie denken, dass man zu viel (Alkohol) getrunken hat und automatisch einen Telefonkontakt der Wahl informieren. Zweifelhaft dagegen ist ein Wandschrank mit „Skype-Türen”, die automatisch beim Öffnen eine Verbindung mit einem zuvor festgelegten Kontakt herstellen. Noch weniger sinnvoll hingegen sind Apps zum Öffnen von Haus- und Autotüren (aufschließen vs. Smartphone entsperren: App finden, App öffnen, Tür wählen, Tür öffnen, App schließen etc.).

Andere Talks gingen auf visible und hidden Informationsflüsse in Restaurants (Wyatt Starosta), auf die Evolution und Auswirkungen von Lean Management in Unternehmen (Jeff Gothelf), wie und warum “good designers break bad” (Lea Simpson) und wie man UX Research auf emotional hochbristante Projekte anwendet (Jason Ulaszek).

Völlig erschöpft von der erlebnisreichen und intensiven Woche und den vielen Eindrücken aus der Stadt Warschau (tolle Stadt! Fahrt hin – es lohnt sich!), bin ich aus Warschau zurückgekehrt. Ich freue mich schon die neuen Erkenntnisse anzuwenden und die ein oder andere UX Research Methode in der Praxis einzusetzen…

UX Poland in Warschau
UX Poland in Warschau

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