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zero UI, ambient UI oder die Zukunft des User Interfaces

Fabian

Fabian |

20. Juni 2016 |

- min Lesezeit

zero UI, ambient UI oder die Zukunft des User Interfaces

Mit der Veröffentlichung des GBoards hat es Google in einem Geniestreich geschafft, auch auf dem iPhone wieder relevant und allzeit präsent zu sein. Und das ohne Webseite, ohne App und ohne SDK. Eine Tastatur, die suchen kann, ist ein weiteres Beispiel für "Zero UI": ein Service, der da ist, wo der Nutzer ihn benötigt und sich in dessen Kontext einfügt.

Bereits 2015 prägte Andy Goodman den Begriff “Zero UI” und provozierte mit dem Titel die Auseinandersetzung mit User Interfaces ohne Screen (siehe auch die Einschätzung dazu von Googles CEO).

Trend 1: Smartphone Nutzer verbringen 85% ihrer Zeit mit nativen Apps und davon werden auch nur 5 Apps intensiv genutzt. Messenger Apps haben mehr aktive Nutzer als Social Networks. Trotzdem werden täglich 1000 neue Apps veröffentlicht.

Trend 2: Gleichzeitig werden mit den Smart Watches die Screens immer kleiner bzw. verschwinden ganz, wie z.B. bei den meisten Fitness Trackern. Konsequenz: Marken müssen sich überlegen, wo und wie sie zukünftig mit ihren Nutzern interagieren wollen!

Alternative Interfaces

Bots und Co.

~90% of our time on mobile is spent on email and messaging platforms. I would love to back teams that build stuff for places where the consumers hang out! —Niko Bonatsos, Managing Director at General Catalyst Dort zu sein, wo der Nutzer ist - dies ist wohl die größte Motivation hinter dem aktuellen Trend der Bots. Oder das Google GBoard. Ein Bot ist eine programmierte Nutzer-Interaktion. Sehr eingeengt, wenn jede mögliche Antwort vorab geplant werden muss; etwas flexibler, wenn künstliche Intelligenz hinzukommt, um die menschliche Sprache “zu verstehen”. Die bekannteste Messenger Bot Plattform bietet Facebook an.

Microsoft hat ein alternatives Framework, das den erstellten Bot dann gleich in Skype und Slack veröffentlicht, aber auch auf Email und SMS reagieren kann.

Sprachversteher

Bots sind unter anderem auch gerade so angesagt, weil die künstliche Intelligenz inzwischen so weit ist, dass sie gut nutzbare Ergebnisse erzielt und über APIs zur Verfügung steht. Nur deswegen haben Bots eine neue Qualität erreicht, da man nicht jede einzelne Frage und Antwort vorab programmieren muss. Zur Verfügung steht eine Reihe an APIs und Technologien: Microsoft LUIS, Google SyntaxNet, wit.ai und angel.ai.

Zuhörer

Wenn wir schon in der Lage sind Sprache zu verstehen, dann können wir ja auch gleich sprechen und uns lästiges Tippen sparen. Dadurch sind wir in der Lage mit Maschinen zu interagieren, ohne dass unsere visuelle Aufmerksamkeit komplett eingenommen wird. Wer denkt, so etwas liegt noch in ferner Zukunft: bereits 47% aller deutschen Internetnutzer haben mindestens einmal einen Sprachassistenten genutzt!

Mehr als nur Sprache

Doch die Sprachsteuerung ist nur der Anfang. Neben der Sprache sind Gestik, Haptik und Bewegung im Raum natürliche Ausdrucks- und Interaktionsweisen. Verbunden mit den Möglichkeiten und der Verfügbarkeit der künstlichen Intelligenz bieten diese spannende Erweiterungen zu herkömmlichen screen-basierten Interfaces. Zum Beispiel kann man durch seine Bewegung und Gestik steuern, so wir es aus Science Fiction Filmen wie z.B. Minority Report kennen. Hier gibt es schon länger die Microsoft kinect. Aktuell arbeitet aber auch Google mit dem Project Soli intensiv an einer Technik, die mittels Radarwellen bereit kleine Fingerbewegungen erkennen kann.

Und auch im Bereich Hardware tut sich sehr viel. Meist Arduino-basierte Systeme lesen die Daten von Sensoren und steuern wiederum die Ausgabe von Bild, Ton oder Aktoren. Es gibt Handschuhe, die Musik machen(PlayHardware), Jacken, die dein Smartphone steuern(Google Project Jacquard) und vieles mehr. Das alles aufzuzählen, würde den Rahmen dieses Posts sprengen. Wen es interessiert, der folgt mir auf Twitter.

Zusammenfassung

So wie die meisten neuen Technologien und Trends die existierenden nicht ersetzen sondern erweitern, so werden Webseite, App und Auftritt im Social Web weiterhin gebraucht. Aber gerade für starke Marken lohnt sich die Überlegung, wie sie auch zukünftig den Nutzer erreichen, wenn er weniger Zeit online verbringt und immer weniger Apps nutzt. Welche innovativen Interaktionsmöglichkeiten passen zur Marke? Habe ich die Gelegenheit mit einem physischen Interface mit dem Kunden vor Ort zu interagieren? Welche meiner Daten und Geschäftsprozesse eignen sich, um sie mit der Hilfe von künstlicher Intelligenz über Sprachinterfaces einfacher nutzbar zu machen?


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