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Wer sind eigentlich diese Early Adopter?

Fabian

Fabian |

24. Okt. 2013 |

- min Lesezeit

Jeder hat schon mal von ihnen gehört, wir brauchen sie wenn wir ein Produkt starten und manche ignorieren sie - die seltsame Spezies der Early Adopter. Aber wer sind diese Menschen eigentlich? Wo finde ich sie? Und brauche ich sie wirklich oder ist das nur ein Gerücht?

Sehr oft wird von DEM Early Adopter gesprochen und bei der Lektüre des ein oder anderen Artikels kann der Eindruck entstehen, die armen Early Adopter seien ziemlich gestresste Personen, weil sie ausschließlich damit beschäftigt sind, neue Produkte und Services zu nutzen.

Hintergrund

Der Begriff stammt aus , ein Buch über die Nutzung von neuen High-Tech Produkten. In diesem wurden folgende Typen von Nutzern im Produktlebenszyklus identifiziert:

  • Innovator: Dieser Nutzertypus ist ein Mensch, der neue technische(!) Produkte ausprobiert und das einzig und allein aus dem Grund, dass sie neu sind. Er spielt etwas damit herum, gibt Feedback und stürzt sich dann auf die nächste technische Innovation.
  • Early Adopter: Sie sind die ersten echten Nutzer der technischen Produkte und genau aus diesem Grund so wertvoll. Sie nutzen das Produkt im Alltag, aber verzeihen gerne auch anfängliche Fehler und Schwächen. Und weil sie wollen, dass sich das Produkt weiterentwickelt, helfen sie in der Regel mit Feedback und Vorschlägen bei der Verbesserung, anstatt entnervt weiterzugehen und etwas anderes auszuprobieren.
  • Early Majority: Sie sind sehr viel pragmatischer, erwarten ein ausgereiftes Produkt ohne Mängel, das bereits von relevanten anderen Nutzern erprobt und für gut befunden wurde.
  • Late Majority: Sie nutzen High-Tech Produkte erst dann, wenn sie zum etablierten Standard gehören.
  • Late Follower: Sie wechseln erst dann auf das neue Produkt, wenn ihr gewohntes nicht mehr verfügbar ist.

Warum sind Early Adopter so wichtig bei der Produktentwicklung?

In unserer Produktentwicklung sind Early Adopter sehr wichtig, weil sie das Produkt auch wirklich nutzen. Und das nicht nur zum reinen Selbstzweck, sondern weil sie ein Bedürfnis / ein Problem haben, was durch dieses Produkt gelöst wird. Deswegen begeistern sie sich dafür, verzeihen Fehler und möchten aktiv bei der Weiterentwicklung unterstützen.

Und wer ist nun ein Early Adopter?

Einen klassischen Early Adopter gibt es nicht. Es ist auch nicht der Hipster, Geek oder Apple-Nutzer. Diese Vorstellung geht auf die Herkunft aus dem High-Tech Bereich zurück.

Der Early Adopter, der uns bei der Produktentwicklung hilft, ist abhängig vom Produkt und dem zu lösenden Problem ein Anderer. Möchte ich ein “Senioren Telefon” mit extra großen Tasten und großer Schrift herstellen, ist mein Early Adopter vermutlich eher ein aktiver Senior, der viel unterwegs ist und mit seinen vielbeschäftigten Enkeln in Kontakt bleiben möchte.

Arbeite ich an einer Lösung, damit ich in den Bergen im Falle eines Unfalls leicht auffindbar bin, sind sicherlich Extrem-Bergsteiger meine Early Adopter.

Egal, ob ich an einem digitalen Reiseführer, an einem B2B Produkt oder einem neuen Pinterest arbeite - je nach Problem und Lösung wird mein Early Adopter jemand anderes sein.

Wie würdet ihr eure Early Adopter beschreiben?


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