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Lean Product Management (Teil 3): Release und Experiment Planung für die Zeit nach dem Livegang des MVP

Fabian

Fabian |

25. Juni 2014 |

- min Lesezeit

Wir haben unseren MVP definiert und live gestellt und seit dem eine Menge an Feedback und Input erhalten. All diese Ideen haben wir anhand der AARRR Feature-Kategorisierung gegliedert. Jetzt wollen wir das Ganze noch in eine zeitliche Reihenfolge bringen. Dabei ist es wichtig zum einen, die Vision im Blick zu behalten und zum anderen konkrete nächste Schritte abzuleiten.

Da wir weiterhin lean vorgehen, benötigen wir die Flexibilität, um auf unsere Learnings aus den Experimenten einzugehen. Es stellen sich daher die Fragen: Was können wir direkt in die Umsetzung geben? Und was müssen wir noch mit Experimenten validieren? Die flexible Roadmap hilft uns die nächsten Schritte für die Umsetzung zu ordnen und in eine zeitliche Reihenfolge zu bringen.

Die flexible Roadmap

In diesem hervorragendem Artikel über Roadmaps in der agilen Entwicklung werden die Vorteile und Funktionen einer guten Roadmap beschrieben. Im Prinzip geht es darum, die Vision des Produktes nicht aus den Augen zu verlieren und die nächsten Schritte zu verdeutlichen - am besten auf einen Blick!

Daher teilt sich die Roadmap in 3 Abschnitte:

  • Current: konkrete Features für die Umsetzung (User Stories)
  • Near Term: größere Themen, die in nächster Zeit anstehen (Epics)
  • Future: Weiterentwicklungen, strategische Themen.
Flexible Roadmap für Lean Product Management
Flexible Roadmap für Lean Product Management

Die Flexibilität und Unsicherheit nimmt von links nach rechts zu. Während die Punkte unter Current sehr konkret fest stehen und bereits validiert wurden, können sich die Punkte bei Near Term und Future noch verändern, durch Feedback, Insights und strategische Entscheidungen umpriorisiert werden - bieten aber den aktuellen Stand des “big pictures”.

Priorisierung

Die Roadmap bietet einen einfachen und verständlichen Rahmen. Für die einzelnen Ideen und Insights gibt es aber viele unterschiedliche Quellen: Nutzer-Feedback, die Erkenntnisse aus Analytics und anderen Experimenten, die Elemente des Lean Canvas und die Features aus der AARRR Kategorisierung. Wie priorisiert man all diese Punkte?

  • Nutzer Feedback (qualitative Insights): Alles, was wir an Feature-Wünschen hören, was wir an Problemen mit der Benutzung unseres Produktes beobachten, ist validierter Input. Hierzu müssen keine weiteren Experimente durchgeführt werden - es sind bereits die Ergebnisse aus unseren Experimenten. Lediglich die Wichtigkeit kann nochmals quantitativ (mit Webanalyse oder A/B Testing überprüft werden). Eine kurze Einordnung in den AARRR Funnel hilft bei der Priorisierung - abhängig davon auf welchem Schritt gerade mein Fokus liegt. Prinzipiell können diese Themen aber direkt auf die Roadmap.
  • Quantitative Insights aus Webanalyse, Mousetracking und A/B Testing: Hier gilt im Prinzip das oben genannte. Gegebenenfalls lohnt es sich bei einigen Erkenntnissen diese nochmals qualitativ zu verifizieren. Generell gehören diese aber in Current oder Near-Term.
  • Elemente aus dem Lean Canvas werden - in Abhängigkeit von der AARRR Kategorisierung - in Near-Term und Future eingeordnet. Hier ist von großer Bedeutung, ob diese Elemente noch validiert werden müssen.
  • Themen aus der AARRR Kategorisierung, die nicht in Current landen - also noch validiert werden müssen - werden ebenfalls in Near-Term und Future eingeordnet.

Als Ergebnis der Priorisierung haben wir also zum einen die Roadmap und zum anderen eine Liste an Hypothesen die wir noch validieren wollen. Die Roadmap ist damit der Ort, an dem Vision und Strategie zusammenkommen und strukturiert unseren Lean Product Management Ansatz noch über den Livegang hinaus.


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