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Get out of the building - a hard thing to learn?

Philipp

Philipp |

17. Sep. 2013 |

- min Lesezeit

Produkte entwickeln nach der Lean Startup Methode ist wirklich eine feine Sache, wenn es da nicht diesen einen, kleinen Haken gäbe: Customer Development oder dieser fiese Satz "Get out of the building!"

Kurz und knapp übersetzt bedeutet das nicht vielmehr als, raus auf die Straße und ran an deine zukünftigen Kunden. Aber sich zu überwinden und völlige fremde Leute auf der Straße einfach so anzusprechen war für mich wohl die größte Hürde bei der Entwicklung eines Produktes. Daher möchte ich hier gerne meine Erfahrungen mit euch teilen und jedem Mut machen, sich zu überwinden und einfach raus zu gehen. Denn ich war wirklich überrascht, was man dabei alles lernen kann und ehrlich gesagt, macht es irgendwann dann sogar Spaß.

Nachdem ich einige Tipps von meinen Kollegen erhalten habe (siehe auch Annas Beitrag zum Problem Interview) und mich meines Erachtens auch gut auf die kommenden Interviews vorbereitet habe, bin ich losgezogen um die ersten Interviews zu machen. Aber da merkte ich ganz schnell, dass mein größtes Problem der innere Schweinehund ist. Es fielen mir so viele Ausreden ein, warum ich diesen oder jenen Passanten jetzt doch nicht anspreche und warum er vielleicht auch gar nicht in die Zielgruppe passt. Was also tun? Mir hat es dann geholfen, nicht nur einen Plan für das Interview an sich vorzubereiten, sondern vor allem auch für die erste Kontaktaufnahme.

Dabei habe ich mich als erstes gefragt, wie ich die Leute am besten ansprechen kann? Nach mehreren Versuchen mit verschiedenen Kontakten haben sich folgende Sätze als am erfolgreichsten herausgestellt.

Hi, darf ich euch kurz stören. Ich arbeite gerade an einer Idee für ein Startup und würde mich sehr freuen, wenn ich euch kurz ein, zwei Fragen stellen darf.

Sah ich Zweifel in den Gesichtern der Leute habe ich gleich noch hinterher geschossen, dass ich auch wirklich “nichts verkaufen” will, da das wohl doch oft noch vermutet wird und wahrscheinlich einer der Hauptgründe für eine Ablehnung ist bzw. war.

Aber auch die Art und Weise, wie man auf die Leute zugeht spielt eine wichtige Rolle, denn je direkter, desto besser. Wenn man nur rumsteht, die vorbeilaufenden Leute mustert und dann wartet bis sie an einem vorbeilaufen, fühlen sich diese bereits oft beobachtet. Das gibt ihnen genügend Zeit, auf Gedanken zu kommen, wie beispielsweise: “Was will der denn von mir?” Daher, habt ihr jemand gesehen, der in die Zielgruppe passt, einfach ohne zu zögern direkt auf ihn zugehen und ansprechen. Somit habt ihr dann nämlich auch noch den Überraschungseffekt auf eurer Seite.

Oft ist es auch hilfreich sich „ausweisen” zu können, damit dein Interviewpartner weiß mit wem er es zu tun hat. Daher immer schön Visitenkarten einstecken und wer weiß, vielleicht ergibt sich ja auch der ein oder andere interessante Kontakt.

Generell sollte man beim Customer Development am besten zu zweit unterwegs sein, denn vier Ohren hören einfach mehr als Zwei, was für die spätere Dokumentation und Interpretation der Ergebnisse von großem Vorteil ist. Aber es erleichtert einem auch das Führen der Gespräche, da man nicht ganz allein auf sich selbst gestellt ist und der Kollege einspringen kann, falls das Interview mal ins Stocken geraten sollte.

Als ich das erste Mal mit meinen Problem Interviews begann, dienten die ersten Runden eigentlich nur zum Testen meiner „Kontaktaufnahme-Strategie”. Im Nachhinein kann ich aber sagen, dass das strukturierte Vorgehen mir geholfen hat, mich zu überwinden und leichter in angeregte Diskussionen über das eigentliche Problem / Produkt einzusteigen. Daher überlegt euch einfach schon im Voraus wie ihr auf die Leute zugehen wollt und dann nichts wie raus mit euch! ;)


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